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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Weihnachtsmarkt





Weihnachtsmarkt
an meiner Seite
Klee's Vergesslicher Engel




(Christmas Market / by my side / Klee's Forgetful Angel)

Ilse Jacobson



(Übersetzung: Silvia Kempen)
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Ernst Paul Klee,


geboren am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee im Kanton Bern, gestorben am 29. Juni 1940 in Muralto im Kanton Tessin. Seine Eltern, der deutsche Musiklehrer Hans Wilhelm Klee (1849–1940) und die schweizerische Sängerin Ida Marie Klee, geb. Frick (1855–1921). Er hatte eine ältere Schwester, Mathilde (1867-1953).

Im Elternhaus wurde sein musikalisches Talent gefördert, die Musik begleitete ihn sein Leben lang. Als Elfjähriger beherrschte er das Geigenspiel so meisterhaft, dass er als außerordentliches Mitglied bei der Bernischen Musikgesellschaft spielen durfte. Seine weiteren Interessen galten dem Zeichnen und Dichten. In seinen Schulbüchern und –heften gab es unzählige Karrikaturen. Dennoch entschied er sich beruflich gegen die Musik.

Zunächst studierte er Grafik an einer Privatschule bei Heinrich Knirr in München, ab 1899 ließ er sich bei Walter Ziegler in der Technik des Radierens und Ätzenz ausbilden, 1900 begann er das Studium in der Münchener Akademie in der Malklasse von Franz Stuck (Wassily Kandinsky studierte dort gleichzeitig), es folgten mehrere Studienreisen und 1906 heiratete er die Pianistin Lily Stumpf, die er 1899 bei einer Kammermusik-Soirée kennengelernt hatte. Ein Jahr später, am 30. November 1907, wurde der Sohn Felix geboren. Klee übernahm zum großen Teil die Kindererziehung und den Haushalt. Lily Klee kam für den Lebensunterhalt auf, indem sie nicht mehr als Pianistin auftrat, sondern Klavierstunden erteilte.

1908-1913 folgten diverse Ausstellungen. Er freundete sich mit Wassily Kandinsky an. 1914 folgte eine Tunesienreise und 1916-1918 der Kriegsdienst. 1920 berief Walter Gropius Klee an das Bauhaus in Weimar, wo er zunächst als Formmeister, dann in einer Malklasse unterrichtete. In diesem Jahr gab es die erste Einzelausstellung von 362 seiner Werke bei Goltz in München, 1924 in New York, 1925 eine Gruppenausstellung in Paris. Eine Reise nach Ägypten folgte. 1931 nahm er eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie an. 1933 wurde Klee unter dem Druck der Nationalsozialisten aus der Lehrtätigkeit entlassen und kehrte in die Schweiz in sein Elternhaus zurück, wo 1935 die ersten Anzeichen seiner tödlichen Krankheit (Sklerodermie) auftraten. Im selben Jahr gab es Ausstellungen seiner Werke in Bern und Basel.

1937 diffamierten die Nationalsozialisten Klees Kunst als "entartet" und beschlagnahmen 102 seiner Werke aus deutschen Museen. 1940 starb Paul Klee.

Er gehört zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Klassischen Moderne des 20sten Jahrhunderts, ein Pionier der abstrakten Malerei.