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Donnerstag, 30. Januar 2014

lichtgraue Nebel




lichtgraue Nebel
die Landschaft in uns
auf Seide gemalt




(light fog / the landscape in us / painted on silk)

Angelica Seithe 



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Seide

Die dünnste Naturfaser wärmt bei Kälte und kühlt bei Wärme. Sie wird aus den Puppen eines Nachtfalters gewonnen, dem Seidenspinner oder Maulbeerspinner (Bombyx mori) aus der Familie der Echten Spinner(Bombycidae). Ursprünglich ist diese Falterart in China beheimatet.

Der Seidenspinner wird 32 bis 38 Millimeter breit, seine Grundfarbe ist mehlweiß oder perlgrau mit gelbbraunen Querstreifen auf den Flügeln. Seine Fühler (Antennen) sind  schwärzlich gekämmt. Das Weibchen legt ca. 400 Eier und stirbt dann. Aus den befruchteten Eiern schlüpfen nach dem Überwintern seine Larven, die Seidenraupen. Sie ernähren sich ausschließlich von Blättern des Weißen Maulbeerbaums, häutet sich viermal und ist 30 bis 35 Tage nach dem Schlüpfen spinnreif.

Die feinen Spinndrüsen der Seidenraupen sondern Proteine ab, die an der Luft erhärten. So entsteht ein Seidenfaden, mit dem sich die Larven vollkommen in einen Kokon einspinnen. Der seidene Schmetterlingskokon dient dem Menschen als Rohstoff für die Herstellung von Naturseide. Dazu werden die Kokons in heißes Wasser geworfen und der ca. 1 km lange Faden wird abgewickelt. Übrig bleibt die abgetötete Puppe, die für die Menschen in China und den umliegenden Ländern, geröstet und gebraten, eine Delikatesse ist.

Wirtschaftlich bedeutende Seidenraupenzuchten findet man heute in Japan, Indien, Brasilien, China und Korea.